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Aktuelles Projekt des Förderkreises Historisches Seligenstadt

Neues Wasserrad für die Klostermühle

Als der Verein Förderkreis Historisches Seligenstadt e.V. sich 1991 gründetet, hatten sich die Vereinsgründer vorgenommen, die alte Klostermühle aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und wieder Wasserräder an der Längsseite anzubringen. Für die Wiederherstellung der Wasserräder musste ein Mühlenbauer gefunden werden, der dieses Handwerk noch beherrscht. 1993 wurden die drei oberschlächtig betriebenen Wasserräder neu hergestellt und installiert. Die Besonderheit der Klostermühle ist, dass sie drei voneinander unabhängige Mahlgänge hat. Der Aufbau der Mühlentechnik im Innern des Gebäudes erfolgte im  folgenden Jahr. Für die Wiederherstellung der Klostermühle hatte der Verein 1995 den Hessischen Denkmalschutzpreis erhalten.

Das eigentliche Ansinnen war die Mühlentechnik nur zur Darstellung zu rekonstruieren. Der Wassergraben war verschüttet und führte kein Wasser mehr, der Bachlauf war ausgetrocknet.
Eine Mühle nur zum Anschauen die nicht funktioniert, ließ Vereinsgründer Ludwig Trautmann keine Ruhe. Er organisierte große Wassertanks die in der Rasenfläche des Klostergartens eingegraben wurden. Der alte Mühlgraben wurde wiederhergestellt. Mittels elektrischer Pumpen wird Wasser aus den Wassertanks in den Mühlgraben geleitet, dass die Mühlräder antreibt. Danach wird das Wasser wieder zurück in die Tanks gepumpt.
Der Verein hatte das Glück, dass der ehemalige Müllermeister der Stadtmühle, Werner Albert, das alte Handwerk des behauen der Mühlsteine beherrschte und die Mühle in Gang brachte.
Seitdem betreibt der Verein die historische Klostermühle mit ehrenamtlichen Freizeit-Müllern. Die Öffnungszeiten sind sonntags von Mai bis September, jeweils von 13:30 bis 17 Uhr.
Die Mühle erfordert regelmäßige Erneuerungen, die vom Förderkreis durchgeführt werden. So wurde in den letzten Jahren die gesamte Pumpenanlage mit elektronischer Steuerung vollständig ersetzt sowie   einige Reparaturen an der Mühlentechnik durchgeführt. Seit ein paar Jahren zeigt sich am mittleren Wasserrad starker Pilzbefall. Trotz Austausch betroffener Teile setzt sich der Pilz immer wieder durch. „Das Mühlrad ist leider nicht mehr zu retten und muss vollständig erneuert werden“ so der stellvertretende Vorsitzende Felix Haas, zuständig im Verein für die Mühle. Die Kosten dazu sind nicht unerheblich, für den Verein ist dies eine hohe finanzielle Belastung. Marcel Spahn, Vereinsvorsitzender: „wir stehen   im engen Kontakt mit der Verwaltung Schlösser und Gärten Hessen, die als Eigentümer der Klosteranlage und damit auch für die Mühle zuständig ist. Gemeinsam wollen wir die Finanzierung schultern. Wir als Verein bitten daher um Spenden aus der Bürgerschaft, damit wir unseren Beitrag leisten können.“ Derzeit läuft ein Ausschreibungsverfahren, daher kann über die Kostenhöhe noch keine genauen Angaben gemacht werden. „Dies hängt auch davon ab, ob die Welle ebenfalls ausgetauscht werden muss, was einen erheblichen Einfluss auf die Kosten hat. Es ist von einem guten fünfstelligen Betrag auszugehen“ so Felix Haas.
Der Verein würde sich auch über weitere freiwillige Müller oder Müllerinnen freuen, die den sonntäglichen Mühlendienst durchführen können. Marcel Spahn: „für jede Unterstützung sind wir sehr dankbar. Sei es als Ehrenamtsmüller oder Müllerin, oder durch eine Spende, damit wir das neue Wasserrad finanzieren können“. Wer Interesse hat, beim Förderkreis Historisches Seligenstadt mitzuwirken,  kann sich gerne unter der Emailadresse  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an den Verein wenden. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Spenden an das Konto des Vereins
Sparkasse Langen-Seligenstadt, IBAN DE51 5065 2124 0001 1100 48,
Stichwort: Mühlenrad, sind herzlich willkommen.

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